Sportplatz

Der Hengste-Park - Heimspielstätte des HFC Greifswald 92

1932 wurde die Stadtrandsiedlung als erste Wohnsiedlung für Arbeiter und kinderreiche Familien errichtet. Berechtigt zum Bauen waren vorrangig Bauarbeiter und Tagelöhner. Damals betrug der Quadratmeter Pachtland 0,20 RM. Da wir inzwischen schon einige Währungsunionen hinter uns gebracht haben, lässt es sich schwer umrechnen. Die ersten 30 Häuser sind in der Fritz-Reuter- und in der Schillerstr. entstanden. Auf Grund des rasanten „Zuwachses“, wurde es erforderlich eine Einkaufsstätte, einen Kindergarten, eine Schule und eine Kulturstätte zu schaffen.

1948 wurde die Siedlervereinigung gegründet, diese hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Siedler Ihre Siedlung gemeinsam freiwillig aufbauten. So konnte am 21.12.1955 aus dem alten Kuhstall an der Loitzer Landstraße das Kulturhaus „Otto Steinbrink“ (im Volksmund später „Schuppen“ genannt) eröffnet werden. Hier steppte der „Bär“: Viele Familienfeiern, Tanzveranstaltungen sowie der Sportunterricht fanden hier statt.

1975 wurde der Jugendclub gegründet und es entstand gegenüber vom „Schuppen“ ein Sportplatz, wo sich der Fußballverein Empor Greifswald austobte. Im Zuge der Wie­dervereinigung blieben einige Häuser und Vereine auf der Strecke. So wurden die Schule und das Kulturhaus abgerissen, der HO geschlossen, der Konsum und das Textilgeschäft als Wohnhäuser umfunktioniert. Aber es ist auch einiges Neues entstanden. Seit 1990 wurden viele Ein­fami­lien- und Reihenhäuser gebaut. Ebenfalls erhielt die Siedlung einen neuen Kindergarten und eine neue Einkaufsmöglichkeit (Netto). Doch eines fehlt: unsere „Kulturstätte“ Ach ja, da war noch was: Der Sportplatz.

Das Areal in der Greifswalder Stadtrandsiedlung wurde im April 2006 durch den Verein übernommen und trägt seither den Beinamen "Hengste-Park". Der Platz wurde in den 1960er Jahren erbaut und war für mehr als 30 Jahre Heimstätte des ESV Empor Greifswald. Nach der Vereinsreform 2004 wurde die Sportgemeinschaft aufgelöst und das Gelände der dritten Mannschaft des Greifswalder SV 04 zur Verfügung gestellt.

Bedingt durch die kronische Finanznot der Stadt, litt der Platz zunehmend unter mangelnder Pflege und Instandhaltung und lag 2005 gar gänzlich brach, als die Stadt einen Pächter suchte. Für den HFC bot dies die Chance nach nunmehr 14-jährigem Bestehen ein eigenes Domizil zu beziehen und sowohl Training als auch Punktspiele auf eigenem Gelände zu absolvieren.

Ballfang statt Bäume

Im April 2007 verfügte die Stadt aufgrund von Sicherheitsbedenken die Rodung des den Platz eingrenzenden Baumbestandes und stellte den Verein somit vor eine harte Bewährungsprobe. Denn sowohl Stadt als auch Sponsoren konnten dem Verein nur bedingt unter die Arme greifen, so dass der nun notwendige Ballfang erst mit zeitlicher Verzögerung hinter den Großtoren errichtet werden konnte. Mit dem Jahresabschluss 2007 konnte letztendlich die gesamte Summe für das ca. 3000,- EUR teure Projekt aufgebracht werden und der Verein somit den Spielbetrieb für die Zukunft sicher stellen. Der HFC Greifswald dankt an dieser Stelle vor allem der ABS, die nicht nur finanziell, sondern sowohl materiell als auch personell den Aufbau der jetzigen drei Fanganlagen ermöglichte. Des Weiteren stifteten Metallbau Lüsch und F1-Autoglas (Foto) die Stangen für die Großtoranlagen. Ohne die Mitwirkung eben Genannter hätte der Verein den Platz in diesem Umfang nicht mehr nutzen können und womöglich aufgeben müssen. Die Einfriedung des Geländes besorgten unterdessen die Mitglieder in intensiver Eigenleistung und räumten den Platz von den Überresten der Baumfällarbeiten und errichteten eine umfassende Zaunanlage.

Als nächstes Großprojekt steht die Sanierung des Vereinsheimes und insbesondere des maroden Sanitärtraktes an. Der Mehrzweckbau wurde mit dem Platz in den 1960er Jahren errichtet und in der Vergangenheit nur notdürftigen Instandhaltungen unterzogen. Der Verein bemüht sich seit April 2009 um die Gewährung von Fördergeldern durch das Land Mecklenburg-Vorpommern. Um den hierzu notwendigen Anteil an Eigenkapital aufzubringen, initiierte der Verein unter Führung von Steffen Jaeckel eine einzigartige Spendenaktion. Bis Juni 2009 konnte durch eine Vielzahl von kleineren und größeren Spenden sowie der Großspenden der Stadtbäckerei-Junge und der Stadtwerke Greifswald der Eigenanteil von rund 5.500 EUR aufgebracht werden.

Am letzten Spieltag der Premierensaison auf Landesebene wurde der neu gestaltete Sanitärtrakt offiziell übergeben und von vielen Besuchern und Sportlern als "Schmuckstück" bezeichnet.

Technische Daten

  • Erbaut: 1967
  • Kapazität: ca. 1 000 Zuschauer
  • Sitzplätze: ca. 30 auf mobilen Bänken
  • Maße des Hauptplatzes: 95m x 70m
  • Flutlicht: 8x400w Nebenplatz
  • Anzeigetafel im manuellen Betrieb

Anfahrt

Stadtplan und Lageort

PKW

Von der A20 aus nördlicher Richtung kommend die Abfahrt Greifswald nutzen und die B109 in Richtung Greifswald befahren. Nach dem Ortseingang der Grimmer Landstraße bis zur Kreuzung Grimmer Landstraße/Loitzer Landstraße folgen. An der Kreuzung auf die Loitzer Landstraße einbiegen und dem Straßenverlauf bis zur übernächsten Einmündung folgen. Hier zunächst links abbiegen und dann sofort rechts halten und die Heinrich-Heine-Straße bis zur Nummer 56a befahren. Die Zufahrt zum Vereinsgelände ist mit einem großen Hinweisschild kenntlich gemacht. Parkplätze stehen auf den ausgewiesenen Flächen zur Verfügung. Von der A20 aus südlicher Richtung Abfahrt Wolgast/Gützkow/Greifswald-Süd nutzen und der Landstraße in Richtung Greifswald folgen. Schließlich nach links auf die Greifswalder Ortsumgehung abbiegen und diese an der nächsten Ausfahrt (Stadtrandsiedlung/Loitzer Landstraße/Dersekow) verlassen. Am folgenden Stopp-Schild nach rechts in Richtung Greifswald abbiegen. Der Loitzer Landstraße bis zur Einmündung Fritz-Reutter-Straße folgen. Hier rechts in die Einbahnstraße abbiegen. Schließlich bis zur Heinrich-Heine-Straße vorfahren und links abbiegen. Nach einhundert Metern sehen Sie links die Zufahrt zum Vereinsgelände.

Bahn

Am Greifswalder Hauptbahnhof die Unterführung in Richtung Soldmannstraße/Fettenvorstadt nutzen. Der Soldmannstraße zu Fuß bis zum Ende folgen und links in die Loitzer Landstraße abbiegen. Bis zur nächsten Straßeneinmündung laufen und in die Heinrich-Heine-Straße einmünden. Dieser weiter folgen, bis die Einfahrt zum Vereinsgelände in der Heinrich-Heine-Straße 56a erreicht ist. Gesamtzeit für den Fußweg vom Bahnhof etwa 15 Minuten.

Unsere Sponsoren

Ausrüster

Kooperation mit Lila Bäcker